Die SG Oberlungwitz/Grüna hat die Saison der 1. Bezirksklasse mit einer Niederlage beim Staffelsieger beendet. Das Team von Trainer Thomas Sabin spielte dabei aber über 50 Minuten sehr gut mit und geriet erst in der Schlussphase deutlicher in Rückstand.

Das Ziel, besser dagegenzuhalten als beim 23:44 im Hinspiel, konnte umgesetzt werden. Die Angriffe wurden mit Geduld ausgespielt, sodass Ballverluste und Rottluffer Konter verhindert werden konnten. Nach elf Minuten stand es 5:5, auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hielt die SG mit. Selbst in Unterzahl gelangen zwei Tore. In der Abwehr wurde gut gearbeitet und Martin Rottluff im Tor konnte einige Chancen vereiteln. Erst kurz vor dem Pausenpfiff zogen die Hausherren auf 16:13 davon. Dieser Vorsprung hatte in der zweiten Halbzeit zunächst Bestand, ehe die Chemnitzer beim Stand von 22:17 erstmals mit fünf Toren vornlagen (39.). Doch die SG-Spieler gaben sich nicht geschlagen und kamen wieder auf 20:22 heran. Auch beim 27:23 war zehn Minuten vor dem Abpfiff noch alles drin. Leider leistete sich die Mannschaft drei Fehler bei eigenen Konterchancen, die deshalb erfolglos blieben. Der Staffelsieger nutzte das und spielte mehrere schnelle Angriffe, um verdient, aber zu deutlich zu gewinnen.

Für die SG steht in der ausgeglichenen 1. Bezirksklasse in der Endabrechnung Platz neun zu Buche. Der Klassenerhalt als wichtigstes Ziel wurde damit erreicht, allerdings verhinderten einige unnötige Niederlagen eine bessere Punktausbeute. Mit 19:25 Zählern liegt das Team nur zwei Zähler hinter dem Sechsten ZHC Grubenlampe Zwickau II und vier vor dem Vorletzten HSC Chemnitz, der mit TSV Penig in die 2. Bezirksklasse absteigt. Ob es auch den Drittletzten Muldental Wilkau-Haßlau erwischt, der gemeinsam mit den Oberlungwitzern als Bezirksligaabsteiger Probleme mit der neuen Spielklasse hatte, hängt davon ab, ob der SHC Meerane in den Relegationsspielen den Klassenerhalt in der Verbandsliga schafft.

 

Quelle: Freie Presse, LR Hohenstein-Ernstthal, 17.04.2012

Einen wichtigen Punkt, mit dem ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht wurde, haben die SG-Handballer aus Chemnitz mitgebracht. Marcus Schmiedel aus der A-Jugend und der reaktivierte Steve Rettcke halfen aus, da wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlten. Die Mannschaft gab lange Zeit den Ton an. In Halbzeit 2 führte die SG zwischenzeitlich sogar mit fünf Toren, doch der Tabellenvorletzte kam noch einmal in die Partie zurück und glich aus. Sogar eine Führung gelang dem HSC kurzzeitig, doch in einer umkämpften und spannenden Schlussphase sicherte sich die SG noch das Unentschieden. Trotz der Brisanz verlief die von einen starken Schiedsrichterduo geleitet Partie sehr fair. (mpf)

Die SG Oberlungwitz/Grüna hat in einer von den Abwehrreihen kämpferisch geführten Partie den angestrebten Pflichtsieg gegen den Tabellenletzten eingefahren. Von Beginn hatten die Hausherren Vorteile, allerdings war die Chancenverwertung mäßig. Da die Gäste aber nicht viele Ideen im Angriff hatten, gelang bis zur Pause eine klare Führung. Mit etwas mehr Ruhe im Spielaufbau hätte diese deutlicher ausfallen können, allerdings spielten die Hausherren zu oft hektisch, anstelle mit einstudierten Spielzügen zu klaren Torchancen zu kommen. In Halbzeit zwei hatte der Vorsprung längere Zeit Bestand. Neben guten Einzelleistungen und schönen Toren von Michael Christoph und Georg Hensel sahen die zahlreichen Zuschauer aber auch eine Reihe von vergebenen Chancen und mehrfaches Kreisbetreten, das von den guten Schiedsrichtern abgepfiffen wurde. Penig war aber zu harmlos, um daraus Kapital zu schlagen. Zwar hatte der TSV eine gute Abwehr und einen starken Torhüter, doch die Offensive war einfach zu schwach. Die SG Oberlungwitz/Grüna sicherte mit diesem Erfolg einen einstelligen Tabellenplatz.

Nach dem „Heimdebakel“ gegen die jungen Zwönitzer, die in allen Belangen überlegen waren und auch noch höher hätten gewinnen können, gibt es diesmal zusätzlich zum knappen Spielbericht einen kleine Randnotiz, die dem Autor aus unerklärlichen Gründen in den Sinn kam.


Es ist schon reichliche 10 Jahre her, da gab es in der zweiten Bundesliga einen auffälligen Linkshänder. Der war nicht besonders groß, aber dafür ziemlich schwer. Und er war mit reichlich Handballtalent und einem mehr als passablen linken Wurfarm gesegnet. Irgendwann soll ihm ein Trainer gesagt haben: „Nimm 15 Kilo ab und du wirst Nationalspieler“. Der junge Mann schaffte es dann sogar von 112 auf knapp 90 Kilo – Bei einer Körpergröße von 1,86 Meter. Er spielte wenig später im Nationalteam und beim THW Kiel, wo er in schöner Regelmäßigkeit den Ball oft fast ansatzlos ins Tor hämmert, wie es kaum ein anderer kann. Der fachkundige Leser sollte spätestens jetzt wissen, dass es sich um Christian Zeitz handelt. Und Heiko Schmidt, Zwönitzer Linkshänder und erfolgreichster Werfer im sonntäglichen Bezirksklassespiel, erinnerte irgendwie an ihn. Zwar nicht auf Bundesliganiveau, aber alles in allem durchaus deutlich über Bezirksniveau. Da er trotz des vorabendlichen Einsatzes im Oberligaspiel der Zwönitzer in Glauchau auch noch wesentlich mehr geistige Frische und Spielübersicht mitbrachte als die Hausherren, stellte er die indisponierten SG-Spieler fast durchgängig vor unlösbare Aufgaben. Da seine Teamkameraden – vor allem der Torhüter – ebenfalls deutlich besser drauf waren als ihr Gegner, war die Partie eine unerwartet klare Angelegenheit. Kaum zu glauben, dass die SG das Hinspiel in Zwönitz gewonnen hatte…


Die Partie ist schnell erzählt. Während die Gastgeber in der Defensive nicht wirklich präsent waren, spielte Zwönitz mit Druck und Übersicht. Nahezu jeder Wurf der Erzgebirger war ein Tor. Bis zum 10:13 blieb die SG aber noch in Schlagdistanz, der Rest der ersten Hälfte wurde dann schon fast zur Demontage. Wer dachte, nach dem 12:21 zur Pause müsse ein Aufbäumen folgen, sah sich getäuscht. Der Zwönitzer Schlussmann zeigte mehrere starke Paraden, auf der Gegenseite wurde vergeblich auf erfolgreiche Aktionen von Abwehr und Torhüter gewartet. Sportfreund Schmidt erfreute sich zwar einer Manndeckung, doch bei Freiwürfen traf er dennoch aus fast allen Lagen. Auch seine Mitspieler kamen meist ohne große Gegenwehr zum Torerfolg. Die Oberlungwitzer hatten dagegen mit Ausnahme der Schlussphase eine viel zu schwache Wurfausbeute und schlichen nach einer mehr als dürftigen Vorstellung mit hängenden Köpfen aus der Halle.

Bei den abwehrstarken Meeranern zeigte sich schon in der Anfangsphase, wo die größten Probleme im SG-Spiel liegen sollten. Die Offensive schaffte es nur selten, gute Chancen zu erspielen und scheiterte zu oft am Meeraner Schlussmann. Mit 3:1 legten die Hausherren vor, aber mit einer ebenfalls engagierten, aber dennoch meist fairen Abwehrarbeit konnte von der Spielgemeinschaft dagegengehalten werden. Nach dem 7:5 der Meeraner sündigte die SG bei zu vielen Chancen, so dass der Rückstand danach wuchs. In der zweiten Hälfte starteten die Hausherren besser, während die SG Oberlungwitz/Grüna zunächst einige Abwehrlücken offenbarte. Bis auf 17:11 zog der SHC davon und ließ seinen Gegner im weiteren Spielverlauf nur noch einmal auf drei Tore herankommen. Ansonsten gaben die Gastgeber klar den Ton an, da sie mit einfachen Mitteln zu Toren kamen und in der eigenen Defensive ordentlich zupackten. Wenn die SG dennoch einmal aus guter Position zum Wurf kam, war der Meeraner Torhüter zur Stelle. Am Ende stand eine Wurfausbeute von nur 40 Prozent zu Buche, mit der es eben schwer ist, ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Für viele Diskussion sorgten einmal mehr die Schiedsrichter, die Michael Christoph (3 x 2 Minuten) und Georg Hensel (Rote Karte) vorzeitig vom Feld schickten. Grund waren keine Fouls, sondern Unmutsäußerungen nach ausgebliebenen Pfiffen für harte Aktionen der Meeraner. Für SG-Kreisläufer Michael Reiter war die Partie nach einem Ellenbogenschlag ins Gesicht vorzeitig vorbei.

Gegen die Gäste aus Pockau hatte die SG in ihrem Heimspiel lange Zeit Mühe. In der ersten Hälfte stand zwar zwischenzeitlich eine 11:9-Führung auf der Anzeigetafel, die allerdings nur kurz bestand hatte. Einige freie Chancen blieben ungenutzt blieben, weil der Gästetorhüter mehrmals stark parierte oder den Oberlungwitzern die Genauigkeit fehlte. Die eigene Abwehr konnte das einfache, aber sehr druckvolle Spiel der Gäste nicht immer wirkungsvoll unterbinden. Deshalb ging es mit einem knappen Rückstand in die Pause. Im zweiten Durchgang legten die engagierten Oberlungwitzer mit 20:17 vor, allerdings ließ sich Pockau zunächst nicht abschütteln. Die starken Rückraumwerfer der Erzgebirger hielten ihr Team im Spiel. Die Schlussphase gehörte dann klar der SG Oberlungwitz/Grüna. Martin Rottluff im Tor spielte eine starke zweite Hälfte, und die Spielfreude seiner Mannschaftskameraden auf dem Feld steigerte sich kontinuierlich. Mit gutem Laufeinsatz wurde die Pockauer Abwehr auseinander gespielt und die Chancenverwertung stimmte nun ebenfalls. Nach dem 25:23 warf die SG in den Schlussminuten noch einen deutlichen Sieg heraus. Im mannschaftlich starken Heimteam waren Heiko Zwicker (8 Tore) und Samuel Sonntag (7) die beiden besten Werfer.