Der Fluch von Zwönitz?!

10.12.2017 Zwönitzer HSV 1928 – SG Lichtenstein/Oberlungwitz II    15:21

 

Zum letzten Spiel des Jahres machten wir uns, erneut mit lediglich acht Spielerinnen, auf den Weg nach Zwönitz. In den vergangenen Jahren haben wir hier unterschiedliche Resultate erzielt und mit Blick auf die vollbesetzte Bank der Heimmannschaft versprach es ein schweres Spiel zu werden!

 

Wir kamen gut ins Spiel rein und gingen schnell mit 3:0 in Führung. Zwönitz fand wesentlich schwerer ins Spiel und brauchte einige Minuten bevor sie über ihren ersten Treffer jubeln konnten (3:1). Doch davon liesen wir uns nicht beirren, hielten den Gegner weiter auf Distanz und konnten den Vorsprung auch ausbauen. Im Angriff gelangten wir über unsere Spielzüge zum Erfolg, hinten stand unsere Abwehr sicher und kompakt. Und wenn dann doch mal der Ball den Weg zum Tor fand, war Anja bereit. So konnten wir bis zur Halbzeit einen soliden Acht-Tore-Vorsprung erspielen und gingen mit 6:14 in die Kabine.

 

Natürlich war klar, dass wir uns auf diesem Pausenstand nicht ausruhen dürfen. Das machte uns Mario in der Kabine auch noch mal deutlich. Zwönitz hatte eine vollbesetzte Auswechselbank und würde in der zweiten Halbzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr auf Tempo spielen. Es hieß also auch Kräfte zu sparen und uns nicht überrennen zu lassen.

Leider kam es dann doch ein wenig anders, als nach wenigen Minuten dasselbe passierte wie letztes Jahr in Zwönitz. Damals bekam hier unsere oft so friedlich wirkende Jana als "letzter Mann" glatt rot – dieses Jahr traf es Resi.

Im Bestreben den Zwönitzer Konter zu vereiteln, griff sie so ungünstig zu, dass die rote Karte nur die schlussfolgernde Konsequenz sein konnte. Nun mussten wir die letzten 25 Minuten komplett ohne Auswechsler über die Bühne bringen.

Das brachte uns deutlich aus dem Konzept und sowohl im Angriff als auch in der Deckung merkte man in den folgenden Minuten Nervosität und Unsicherheit. Wir versuchten zwar auf Zeit zu spielen, aber besonders im Torabschluss waren wir extrem unkonzentriert. Nur mit Mühe kamen wir zum Torerfolg. Auch im Rückzugsverhalten waren wir zu langsam und in der Abwehr zu passiv.

Die Zwönitzerinnen konnten über schnelle Angriffe und Rückraumwürfen den Abstand zu uns bis zur 56. Minute auf 15:18 verringern, was uns ganz schön ins schwitzen kommen ließ. Zudem machten sich bei uns die schwindenden Kräfte immer mehr bemerkbar.

Aber zum Glück hatten wir ja noch Anja im Tor! Ihr ist es zu verdanken, dass Zwönitz nicht noch weiter aufschließen konnte. Ein ums andere Mal parierte sie die Bälle und trieb die Gegner zur Verzweiflung. Auch Mario tat sein Bestes und stellte uns immer wieder, entsprechend der Situation, in Angriff und Abwehr um.

Zwönitz seinerseits wurde offeniver in der Abwehr, was uns Raum für 1:1 Kämpfe gab. Zusammen mit Anjas Paraden gab uns das noch einmal den nötigen Aufschwung und am Ende konnten wir mit 21:15 den Sieg doch für uns verbuchen. Damit ist uns die Tabellenspitze auch über Weihnachten sicher und es bleibt nur zu hoffen, dass sich die rote Karte hier nicht zum Fluch entwickelt...

 

Das nächste Spiel findet am 06.01.2018 in der Sporthalle Lichtenstein statt. Gegner ist der momentan Tabellenneunter Burgstädter HC II. Anpfiff ist 14:30 Uhr.

 

 

Es spielten: Anja (Tor), Jana (5), Jule (3), Susi M. (2), Maria H. (1), Bea (1/1), Resi (5), Maria B. (3)